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Sonntag, 29. September 2013

Heute war es endlich so, dass ich hätte ausschlafen können. Mein Problem: Mein Körper hatte keine lust. Ich war schon um 8 Uhr wach. Trotzdem habe ich noch im Bett gedöst, da Selina, Feli, Julius und ich uns um 11 Uhr zum Frühstück verabredet haben.

10.30 Uhr. Ich gehe rüber und die anderen sind auch schon da. Julius kocht Eier und Selina hat den Tisch schon gedeckt. Ich stelle noch das Müsli drauf und als Feli aus dem Bad kommt, können wir Frühstücken.

14 Uhr. Wir fahren in den Elchpark in Nybro. Es ist richtig lustig. Wir haben total Spaß. Auch wenn sich die Elche verstecken. Wir sehen nur den Kopf der Elchkuh und das Geweih vom Hirsch. In einem anderen Gehege ist ein kleiner Elch. Der ist richtig niedlich! Danach gehen wir noch einkaufen. Heute Abend soll es Nudeln mit Pesto geben. Beim einkaufen gönne ich mir eine Fanta (den die schmeckt hier viel orangiger). Und das tut sie tatsächlich.

18 Uhr. Wir fangen an zu kochen. Ich hole das Basilikum aus dem Gewächshaus, wo sich Katrin auch befindet, die von Öland wieder da ist. Sie erzählt mir ein paar super Sachen über Basilikum und jetzt werde ich es Zuhause auch nochmal versuchen. Sie hat in ihrem Gewächshaus 8 verschiedene Sorten und nicht alle lassen sich z.B. für ein Pesto verwenden. Ich wusste nicht mal, dass es so viele Sorten gibt. In der Zeit hat Julius schon Mandeln, Knofi und Salz zusammen gepackt. Ich tue das Basilikum dazu und das Öl und dann wird es püriert. Das Essen schmeckt richtig lecker. Zum Nachtisch gibt es Schokoladenkuchen, der noch vom Fest übrig geblieben ist. Ich könnte mich da rein setzen.

Nun werde ich noch in das Woferbuch schreiben und dann geht es ab ins Bett. Ach und hier sieht es jetzt eigentlich ziemlich nett aus. Es macht halt den Eindruck als ob Sie das ganze Haus belegt 😉 Noch 2 Tage. Ich freue mich total!

Samstag, 28. September 2013

Heute morgen ist hier schon viel los. Stina zieht ein. Mit Sack und Pack, ihrem ganzen Hausstand. Eigentlich wollte sie nur für 3 Monate bleiben, aber wahrscheinlich bleibt sie länger. außerdem hat sie kein Zuhause, wo sie ihre Möbel unterstellen könnte. Naja und so sieht es den ganzen Tag ziemlich chaotisch aus.

Ich will vor dem Frühstück den Europapass ausfüllen, damit ich ihn unterschrieben zurück nehmen kann und verklicke mich! So ein Mist! Jetzt kann ich es nicht ausdrucken und die zuständige Dame ist erst am Dienstag wieder da. Mittwoch morgen geht´s nach Stockholm… Mal schauen ob wir Dienstag eine schnelle Lösung finde. Es ärgert mich total!

Aber aus alle dem mache ich mir nichts. Selina und ich  fahren zu Ikea. Zwei Frauen unterwegs in Kalmar :) Erst die falsche Ausfahrt, dann funktioniert der Rückwärtsgang nicht, dann führt uns das Navi falsch… Also wir Julius angerufen. Der kann uns zum Glück helfen. Und gerade al wir an der letzen Abbiegung falsch fahren, ruft er nochmal an. Zuerst fahren wir zu einem Second Hand Laden für Möbel, da Selina einen Schreibtisch braucht. Leider keiner da. Also ab zu Ikea. Und ich kann euch sagen, der sieht genauso aus wie in Deutschland. Der einzige Unterschied: Es befindet sich alles auf einer Ebene.

Danach gehen wir noch in Center nebenan. Eigentlich wollen wir dort was Essen, aber das ist so toll. Selina kauft sich eine sehr hübsche Glasflasche für ihr Wasser. Tja und nun? Wir entscheiden uns zu Max zu gehen. Eine Fastfood Kette in Schweden. Ähnlich wie McDonalds. Der Unterschied: Die Pommes sind super, der Burger lecker und frisch. Das Fleisch kommt aus Schweden und die Kette arbeitet relativ umweltfreundlich. Dann ruft mich das Theater in Cronenberg (TiC) an und sagt die My fair Lady Vorstellung für heute Abend ab. Die Karten habe ich meiner Mama zum Geburtstag geschenkt. Für sich und ihre beste Freundin. Schade, ich hoffe Sie findet schnellstmöglich einen neuen Termin. Sie hat sich so gefreut. Das Musical ist echt toll und sie verbindet damit so viel.

Zurück auf dem Hof, mache ich mir einen gemütlichen Nachmittag. Selina und ich gehen mit dem Hunden spazieren, ich lese ein bisschen und stöber ein bisschen im Internet. Vor dem Abendessen sind Feli, Julius und Selina in der Küche. Wir quatschen ein bisschen und es ist ziemlich lustig. Auch nach dem Abendessen sitzen wir noch einen Moment zusammen. Wir beschließen morgen so gegen halb elf zu frühstücken und dann in den Elchpark in der Nähe von Nybro zu fahren. Das wird bestimmt ein schöner letzter Sonntag. Jetzt sind es nur noch 3 Tage. Die Zeit verging jetzt doch ziemlich schnell. Ich freue mich auf Zuhause, bin aber auch ein bisschen traurig zu fahren. Es war ein toller Tag! Selina kommt mich sogar mal besuchen und wir wollen im Kontakt bleiben.

Nach dem Abendessen gehen Stina und ich rüber. Wir sitzen noch ein bisschen zusammen und unterhalten uns. Sie ist doch ziemlich nett, nur ein bisschen schüchtern. Ich bin mal gespannt und im kleinen Haus sieht es auch einigermaßen aus. Es ist ein bisschen was umgestellt. Sieht aber toll aus. Wenn jetzt noch die letzten Kartons und Tüten verschwinden, sieht es auch wieder wohnlich aus…

 

Freitag, 27.September 2013

Dieser Morgen beginnt relativ ruhig. Bo ist unterwegs, einem Freund helfen, Dachpfannen abzuladen und ich mache die Fenster im kleinen Haus fertig. Als ich zum Frühstück will, hängt Katrin schon Wäsche auf. Sie sagt, dass Julius jetzt mit den Hunden geht und sie noch einkaufen muss. Sie fragt, ob ich mich noch ein bisschen vor den Kamin setzen will oder mitkommen möchte. Ich fahre mit. Wir fahren zu ICA, holen Haferflocken, Käse, Rosinen, Kokosflocken und Butter, dann fahren wir in einen Laden und holen Hundefutter und zum Lidl um Brot zu holen. Doch der hat noch zu. Also gibt´s kein Brot.

9. Uhr Wir sind wieder auf dem Hof und frühstücken.

10 Uhr. Ich mache mir meine kleine Werkstatt vor dem Haus fertig und fange an die Sachen auszumessen und das Holz zu zuordnen. Doch das passt leider nicht so richtig.

10.30 Uhr. Zum Glück ist Bo schon wieder da und gibt mir Holz welches ich nutzen kann. Ich verkleide 2 Fenster und setze eine Scheibe ein.

15 Uhr. Das Wochenende beginnt heute früher, da auf Öland ein Fest ist. Auf ganz Öland gibt es viele kleine Dörfchen und jeder der Lust hat kann was präsentieren oder ein Kaffee aufmachen. Das ganze geht heute Nacht, morgen und Sonntag. Und in der Nacht haben die Leute Lichter aufgestellt, womit sie zeigen, dass dort offen ist. Wir fahren erst zu Katrin, die einen Stand von Jonathans Klasse betreut. Dort essen wir Wildschweinkebap. Schmeckt richtig lecker! Und wir trinken einen Kaffee. Die Kinder haben an einer Windmühle am Dorfeingang ein Drachen befestigt. Der sieht richtig cool aus und in der Nacht sehen wir, dass seine Augen leuchten.

17 Uhr. Wir machen uns auf den Weg ins nächste Dorf, wo die Mädchen ihrere gebastelten Maske in eine Parade präsentieren. Das ganze geht allerdings erst um 19 Uhr los. Wir trödeln noch ein bisschen durch Geschäfte und kaufen ein.

18 Uhr. Wir sitzen vorm ICA und warten… und warten… uns warten. Zwischendurch trinken wir einen Kaffee aus dem Automaten. Und wir machen es uns ganz lustig.

19.10 Uhr. Jetzt geht es los. Wir gehen hinterher und es sieht echt toll aus. Es sind Gaugler dabei und die Schule präsentiert ihren Teil. Es ist ein bisschen Mittelalterlich ausgezogen. Zum Schluß landen wir noch auf einem kleinen Markt, wo noch eine kleine Feuershow ist.

20.30 Uhr. Wir sammeln Johathan bei Katrin ein und fahren nach Hause.

21.30 Uhr. Auf dem Hof steht ein Auto mit Anhänger. Stina ist da. Sie sitzt mit ihrem Papa im kleinen Haus und essen. Sie hat so viel mit… Sie ist drei Monate hier. Ich bin mal gespannt wie das aussieht wenn sie alles ausgepackt hat….

23.00 Uhr. Nach einem langen Telefonat mit Alex gehe ich ins Bett.

Gute Nacht

Donnerstag, 26. September 2013

Brrrr… Draußen sind es 3°C. Ich trage ein T-Shirt, ein Sweatshirt, eine Jacke und ein Fleece… Es geht einigermaßen, aber trotzdem kühl!

Beim Frühstück ist es ziemlich ruhig. Julius und Bo sind da, der Rest ist schon weg.  Wir machen uns auf den Weg zur Baustelle. Ich aufs Dach, Bo verlegt Boden. Ich schraube die Lattung für das Blechdach auf und Fräse 2cm breite Aussparungen für die Regenrinnenhalterung aus und schraube diese an.

10 Uhr. Ich kann die erste Schicht ausziehen.

11 Uhr. Ich ziehe die nächste Schicht aus. Das schwarze Dach strahlt die Wärme echt super ab!

12 Uhr. Beim Essen sitzen wir draußen und ich kann die eine Schicht wieder anziehen.

13 Uhr. Ich kann die Schicht wieder ausziehen.

14 Uhr. Ich kann sogar im T-Shirt arbeiten.

In der Zeit hat Bo den Boden mit Spanplatte ausgelegt, in der Ausfräsungen für die Fußbodenheizung sind.

15 Uhr. Wir setzten die Regenrinne zusammen und befestigen sie.

16.30 Uhr. Wir sind auf dem Hof und ich gehe ins Häuschen. Keiner da. Hm seltsam.  Was aber super ist, dass das Feuer an ist. Hier ist es muckelig warm. Ich buche die Tickets für die Fahrten vom Flughafen und zum Flughafen. Das ist gar nicht so einfach wenn man kein Schwedisch versteht und das Englisch nicht so gut… Aber: Ich habe das Ziel erreicht, die Tickets sind gebucht.

18 Uhr. Ich gehe rüber. Katrin ist da, aber auch schon wieder weg. Stina kommt erst morgen, da bei ihr ist was dazwischen gekommen.

19 Uhr. Bo schaut rein um zu sagen, dass er das Essen jetzt warm macht. Kartoffelsuppe. Wir hängen eben die Wäsche ab und dann gehe ich schon mal in die Küche. Ich räume die gespülten Teile weg und dann können wir essen. Auf dem Tisch liegt ein kleiner dicker brauner Brief. Der ist für mich. Der ist für mich? Wer schickt mir den Post? Elsbeth Reiß. Oh… warum schickt sie mir einen Brief? Beim essen sind nur Bo und Jonathan noch da. Als wir gerade fertig sind, kommt Katrin rein. Das Telefon klingelt, Katrin geht dran, Bo geht mit den Hunden und Jonathan ist ob. ich spüle, während Katrin telefoniert, wobei das Telefon Probleme macht. Nachdem ich fertig bin, mache ich den Brief auf. Eine hübsche Karte und eine kleine Tüte mit gebrannten Mandeln, selbst gebrannte Mandeln. Nun ja, ich bin ja nicht der Freund davon und probiere sie, da sie vielleicht schmecken und tatsächlich, die sind richtig lecker. Von der Schokolade, die Alex geschickt hat, konnte Katrin wegen der Lactose nicht essen, aber davon nascht sie auch ein paar. Hmmm lecker! Deswegen rufe ich in Rade an. Hallo? Hallo ist da jemand? Ja hier ist Alex. Dich will ich nicht haben 😉 Ich möchte deine Mama. Ok warte :) Sie haben gerade über mich geredet und ich die Karte gelesen. Was für eine Gedankenübertragung :)

Jetzt sitze ich in meinem Bett, höre Musik, schreibe den Blog und… esse die Mandeln. Die machen ganz schön Süchtig :) Das ist so lieb, dass sie mich so an ihrem Geburtstag teilhaben lässt :) Schön dass ihr alle so an mich denkt. Ab jetzt kann ich sogar mit Mama skypen, wenn ich das will. Es ist so lieb, wie ihr hier alle teilhabt und meine Reise verfolgt. Danke! Ich freue mich schon, euch alles nochmal in live zu erzählen :) Achso und den geretteten Küken geht es gut. Sie erholen sich und leben putzmunter mit ihrer Mutter im großen Gewächshaus.

Mittwoch, 25. September 2013

Heute Morgen, als wir Jessica und Perry verabschieden sind die Scheiben des Autos gefroren. Hier wird es langsam kälter, zumindest in der Nacht. Schade, dass die Beiden auch schon fahren. Sie waren so super nett. Auf jedenfall will ich versuchen mit Jessica in Kontakt zu bleiben.

Wir holen heute beim Holzhändler die Spanplatten für die Fußbodenheizung. In diesen Platten sind Spuren für die Leitungen vorgefräst und werden mit dem Boden verklebt. Außerdem haben wir Cellulose zum Isolieren dabei und Vindi.

Auf der Baustelle, entfernen wir alle Stützen und alle überflüssigen Hilfsteile. Danach bringen wir Vindi an. Das ist eine Folie die den Vorbau winddicht macht. Diese wird in deinem durch gespannt und nur an bestimmten Stellen eingeschnitten und dann getackert. Das bereiten wir vor, damit die Cellulose verarbeitet werden kann und nicht wegfliegt. Jetzt ist es ziemlich warm in dem Vorbau und das nur durch die Folie. Eine Studie hat mal ergeben, dass man nicht sonderlich viel Geld für eine Isolierung ausgeben muss, wenn es winddicht ist. Das macht schon das meiste aus. Als nächstes isolieren wir den Fußboden. Bo verteilt die Cellulose mit dem Schlauch und ich nehme sie aus den Paketen raus und nehme sie auseinander. Dann kommt sie in eine Maschine, wo ein Rührstab drin ist und Luft dazu mischt. Durch einen Ventilator wird sie dann in den Schlauch gepustet. Heute machen wir etwas früher Schluß, da Bo noch etwas erledigen muss.

Ich mache mir einen ruhigen Tag vor dem Kamin mit einem Buch. Heute habe ich das Häuschen für mich selber, bis morgen Stina kommt.

18.30 Uhr. Ich gehe ins Haupthaus. Selina und Feli wollen Brot mit Käse überbacken und dazu gibt es nochmal Super von gestern. Heute sind wir eine ziemlich kleine Runde. Selina, Feli, Hannah (das Nachbarkind), Julius, Made und ich. Auch mal ganz nett.

Jetzt werde ich noch ein bisschen surfen und Dr. House gucken und dann geht´s ab ins Bett. Heute in einer Woche um diese Zeit bin ich in Stockholm und bei meinem süßen! Diese eine Woche vergeht wahrscheinlich wie im Flug! Aber was ich weiß: Ich komme wieder! Das ist ein toller Ort ab dem man über vieles Nachdenken kann und zur Ruhe kommen kann, wenn man mal einen klaren Kopf braucht!

P.S. In der Galerie sind ein paar neue Bilder!

Dienstag, 24. September 2013

Heute werde ich durch das Gewusel von Sarah und Anna wach. Die beiden reisen nach dem Frühstück ab. In der Küche geht es eher hektisch zu, gemütlich ist anders, aber es ist dann doch noch sehr schön. Wir verabschieden uns und Bo und ich fahren zum Holzhändler und holen Betun Platten um den Boden von unten abzudichten.

Als wir bei Thomas ankommen, laden wir als erstes ab. Und das erste Problem tritt auf: Die Betun Platten sind wegen des Fahrtwindes abgebrochen. Es fehlen ca. 70 cm. Also fährt Bo nochmal los und besorgt den Rest. In der Zeit fange ich an und schraube von unten an die Balken ein dünnes Brett wo die Betun platten später ausliegen. Ausmessen, zuschneiden, anschrauben. Als Bo kommt, schneidet er die Betun Platten zu und legt sie aus. Das ist ziemlich kniffelig und dauert den ganzen Tag.

Auf dem Hof zurück ist mein Päckchen da :) Mein süßer ist total super! Endlich ist Clara da, eine bequeme Hose und meine Bürste. Außerdem ist ein bisschen Schokolade drin und Würstchen, den zu dem Zeitpunkt, als er das Päckchen losgeschickt hat, gab es noch kein Fleisch. Er ist so süß! Und außerdem ein Brief. Das ist so schön was er schreibt. Ich freue mich total über seine Aufmerksamkeit und das er so lieb an mich denkt. Dann gucke ich den FIlm Food inc.. Ganz schön krass, aber interessant!

19 Uhr. Ich gehe rüber ins Haupthaus und rede ein bisschen mit Jessica und Perry, die Morgen fahren und wir tauschen die Fotos aus.

20 Uhr. Es gibt Kartoffelsuppe. Sehr lecker. Mit Möhren drin. Zum Nachtisch gibt es Schoki. Alle freuen sich, den die gibt es hier relativ selten.

Und jetzt gucke ich Dr. House und gehe dann ins Bett!

Montag, 23. September 2013

Heute ist ein sonniger Tag, aber in den Morgenstunden ist es doch ziemlich kalt.

Bo und Ich fahren Holz holen und dann ab auf die Baustelle! Zuerst geht es aufs Dach. Obwohl es nur 4 Meter sind, sieht es ganz schön hoch aus. Wir verlegen ein Tuch, was die Nässe vom Holz fernhält und schrauben Dachlatten an. Danach geht es unten weiter; Wir bereiten die Seiten so vor, dass Fenster und Türen eingesetzt werden können. Und dann ist der Tag auch irgendwie schon wieder rum.

Zum Mittagessen gab es…. Tatatada… Köttbullar mit Nudeln und Preiselbeeren (igitt) und eine tollten Soßen. Bo erzählt mir, dass die Schweden überall Preiselbeeren drauf packen und das so richtige Hausmannskost ist.

17 Uhr. Wir sind auf dem Hof und die Mädels und Perry sitzen in der Sonne. Anna und Sarah schreiben ins Woferbuch und die anderen Beiden sonnen sich. Sie sind soo süß! Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass sie nur fast ein Paar sind. Ihr Problem ist nur, dass zwischen ihnen 2 Flugstunden liegen… Ich bin gespannt ob diese Beziehung hält. Die beiden passen echt gut zusammen!

Ich gehe in unser Haus und schreibe ein paar Fachberichte. Es habe heute so viel Input, dass ich es direkt verwende. Ich schreibe bestimmt 2 Stunden.

19.30 Uhr. Es gibt Pfannkuchen! Selina und Julius habe gekocht. Und dann gibt es im Salat natürlich auch keine Tomaten. Wenn Selina kocht, gibt es weder Tomaten noch Kartoffeln 😉 Die Beiden habe echt super gekocht.

20.30 Uhr. Wir gehen in unser Haus und machen uns einen gemütlichen Abend. Morgen wird es hier schon ein bisschen ruhiger. Sarah und Anna fahren. Hier ist momentan richtiges Reisefieber… Ich würde gern mitfahren! Ich bin gespannt auf die Woche… Stina kommt zwar am Donnerstag aber es ist doch was anderes… Ich fand sie bei der ersten Begegnung ziemlich ruhig… Vielleicht hat es aber auch nur getäuscht… Ich freue mich sehr auf Stockholm! Endlich meinen Alex wieder bei mir zu haben! Ihn nicht bei mir zu haben, zeigt mir wie viel er mir bedeutet! Ich bin so froh, dass ich ihn habe! Und auch meine Mama fehlt mir irgendwie… Es ist ein ganz komisches Gefühl. Mal eben zu ihr zu fahren und mal eben anzurufen wenn ich das Bedürfnis habe, fehlt mir. Und wenn ich nach Hause komme werde ich versuchen öfter mit ihr zu telefonieren. Sie ist die tollste Mama auf der Welt! Und hier wird mir das ganz besonders doll klar. Als ich so krank war und sie gedacht hat ich würde Weihnachten nicht überleben war sie immer für mich da. Sie hat alles mitgemacht und dafür liebe ich sie so sehr! Ich war damals so verschlossen und habe niemanden an mich ran gelassen, weil ich den ganzen scheiß auch einfach nicht wahr haben wollte und sie hat sich so gesorgt! Liebe Mama, auch ich habe richtig Angst gehabt. Auf der einen Seite wollte ich es nicht wahr haben und auf der anderen Seite hatte ich solche angst davor, ähm, ja zu sterben und nicht mehr bei euch zu sein! Doch irgendwie habe ich nicht geschafft es richtig zu verarbeiten und auf einen grünen Zweig zu kommen! Du hast so oft an meinem Krankenbett gesessen, warst bei jeder Untersuchung dabei, hast mich gepflegt nachdem diese blöde Assistenztussi so einen Mist gemacht hat und ich Zuhause mit solchen Kopfschmerzen lag. Trotz meiner Abwesenheit, die du von mir gar nicht kanntest, warst du da. IMMER! Du hast mir immer wieder die Kraft gegeben weiter zu machen und positiv zu denken! Und das weiß ich jetzt, was du so alle mitgemacht hast. Du bist die aller tollste Mama der Welt! Ich würde dich jetzt so gerne drücke und im Arm halten! Ich liebe dich! Danke das du immer für mich da bist! :*

Sonntag, 22. September 2013

Da ist sie wieder die Sonne, die mich weckt.

Sogar rechtzeitig, damit ich noch den Blog für euch schreiben konnte. Nachdem ich den fertig hatte, bin ich zum Frühstück gegangen.Es waren nur die Wofer und Katrin und Bo da. Danach ging es mit arbeiten los.Katrin und ich schlachten ein Schaf und die anderen holen Kartoffeln hoch.

Wir haben den Bock von der Weide geholt. Das war ganz schöne Arbeit, denn er hat sich ein wenig gewehrt.Es war so toll. Katrin hat in die Herde rein gefragt, welches Schaf sich opfern will und dann haben wir das genommen. So macht sie das immer. Den so hält sie es für noch natürlicher. Dann haben wir ihn in den Stall getrieben.

Wer das vom Schlachten nicht lesen will überspringt den Abschnitt bis zum HIER KANNST DU WEITERLESEN.

Im Stall hatten wir den Hacken, den Schlachtkolben und die Messer vorbereitet. Wir haben das Schaf ein bisschen beruhigt und auf das Heu gestellt. Dann kam Bo dazu und hat das Schaf getötet. Mit dem Kolben einen Hirnschuss. Danach hat Katrin ihm sofort die Kehle aufgeschnitten, damit es ausbluten konnte. Das Schaf hat danach noch richtig krass gezuckt und das einige Minuten lang.Als es aufgehört hat zu zucken, haben Katrin und Bo an den Beinen die Haut aufgeschnitten, damit man es aufgängen kann.
Als es dann hing, haben wir ihm das Fell über die Ohren gezogen, ohne viel von der unteren Haut abzuziehen. Ganz schön anstrengende Arbeit. Das Fell wird dann zum Gerben gegeben. Richtig schön, so ein Schaffell. Als nächstes wird ihm seine Männlichkeit genommen. Aus dem Fell von dem Hodensack wird ein Säckchen gegerbt, die Hoden bekommen die Hunde. Danach schneiden wir den Kopf ab und den Bauchraum vorsichtig auf. Die Innereien sind richtig interessant. Katrin hat sogar die Lunge aufgepustet.
Das war ziemlich cool zu sehen wie groß die Lunge werden kann. Nach und nach tasten wir uns vor und nehmen alles raus. Zum Schluss schneiden wir die Fleischteile raus, eine Schale für uns und eine Schale für die Hunde. Das Gefühl, dass alles so warm ist ist richtig schön und als es auskühlt ist es dann eiskalt. Ein unangesehemes Gefühl. So viele Dinge die auf einen Einwirken, so viele reize. Alle Sinne sind mit dabei. Es riecht ein wenig unangenehm, aber es ist erträglich.

HIER KANNST DU WEITERLESEN.
Ich bin froh, dass ich das Tier gemeinsam mit Katrin geschlachtet habe, es war eine echt tolle Erfahrung. Wenn ich das Fleisch esse, esse ich es bewusster als normal.

11.30 Uhr. Mittlerweile ist Perry da, der fast Freund von Jessica. Er ist ziemlich nett und witzig. Er passt ziemlich gut zu Jessica. Wir hoffen alle, dass die beiden zusammen kommen. Wir ziehen uns um und machen uns fertig um dann zu Ellien (Gerrits Freundin) zum Geburtstag zu gehen. Meine Hände stinken ziemlich nach Talg, trotz mehrmaligen waschen. Die Beiden haben sich so viel Mühe gegeben. Es gibt Brot und Belag, Müsli, Obst und Gemüse, Kuchen, Pancakes. So viele leckere Sachen. Wobei jeder
Bissen, den ich mit der Hand nehme, nach Talg riecht.
14.30 Uhr. Jetzt geht es zurück auf den Hof. Dort müssen Kartoffeln hochgeholt werden. Wir schaffen drei Reihen, bis es anfängt zu regnen. Zumindestens riechen meine Hände jetzt nicht mehr. Jetzt gibt es einen freien Nachmittag, an dem ich mich vor den Computer fletze und ein bisschen Dr. House gucke. Auch mal wieder schön. Außerdem telefoniere ich mit Alex, der mir vom Wochenende mit seiner Familie erzählt. Der Geburtstag wae sehr schön, Matz (sein Cousin glaube ich) läuft mittlerweile und fängt
an mit Händen und Füßen zu reden, er hat noch nachträglich zum Geburtstag (endlich) einen Wok geschenkt bekommen und heute waren sie in Sinndorf zum Gedenken an die Großeltern und waren auf dem Mittelaltermarkt. Da hat er was gekauft, um die Wohnung zu verschönern, aber er will mir mal wieder nicht erzählen was! Das ist so unfair! Es sind noch 2 Wochen, bis ich nach Hause komme… Und sehen kann was es ist. Ich werde wahnsinnig. Er macht mich so neugierig!!!
19 Uhr. Ich gehe rüber ins Haupthaus um Wasser zu holen. Dort sitzt Feli mit der ich quatsche. Wir verquasseln uns und da das Schaf schon im Ofen ist, fangen wir an die Bratkartoffeln zu braten und den salat vorzubereiten. Irgendwann stößt auch Katrin dazu. Lammbraten mit Salat und Bratkartoffeln. Das Fleisch schmeckt eigentlich ganz gut, aber es wird nicht mein Lieblingsfleisch. Es ist noch ein gemütlicher Abend. Sarah bringt Anna bei wie sie ihren Namen tanzt (Sarah war auf einer Waldorfschule)
und wir reden über dieses und jenes.

So und jetzt gehe ich ins Bett. Morgen wird bestimmt ein anstrengender Tag.
Gute Nacht

 

Ach und morgen soll mein Tisch nach Hause kommen, bzw. er muss aus der Schule abgeholt werden… Ich hoffe, dass alles klappt. Aber ich habe eine tolle Kollegin/ Freundin die mich vertritt und unterstützt! Echt super von ihr! Danke süße!

Samstag, 21. September 2013

Guten morgen!

Tut mir leid, dass ich euch jetzt erst schreibe, aber ich war gestern so müde.

Am gestrigen Morgen habe ich versucht auszuschlafen. Doch das ist hier nicht möglich. Anna bewegt sich wie ein Trampeltier. Kommode auf, Kommode zu, Kommode auf, Kommode zu und das immer wieder. Sie dachte ich wäre schon wach. Also stehe ich auf und gehe Frühstücken.

Nach dem Frühstück wollen Katrin und ich nach Nybro fahren. Wir wollen in einen Second Handladen. Da kommt uns Julius entgegen, der eigentlich im laufe des Tages Gas besorgen soll, aber ein Fußballspiel hat. Also ändern wir unseren Plan und fahren nach Kalmar. Eientlich will ich schon in den Second Handladen, aber der hat noch zu. Also besorgen wir was fürs Internet bei Tree. Der Laden ist in einer Passage. Wir gehen an einem Coffeeshop vorbei und Katrin meint, wir könnten einen Latte Macchiatto trinken. Als wir im Laden stehen, meint Katrin, dass wir auch wieder gehen können, da sie doch keine Lactose verträgt. Doch wir fragen einfach nach. Und tatsächlich, sie haben Lactosefreie Milch. Also trinkt Katrin einen Latte Macchiatto und ich einen Kakao. Sie will bezahlen doch ich lade sie ein. Sie tut so viel für mich und darüber freut sie sich total. Danach gehen wir durch die Stadt und gucken ein bisschen durch die Schaufenster. Dort entdeckt Katrin einen tollen Schal, den sie jetzt selber stricken möchte. Die Damen in dem Strickgeschäft, erklären ihr wie es funktioniert und verkaufen ihr Wolle in tollen Farben. Danach gehen wir zum Auto und in den Second Handladen. Die haben echt tolle Sachen. Hätte ich gar nicht gedacht. Für 74 :- kaufe ich mir eine Hose und ein Oberteil. Das ist echt unglaublich. Katrin kauft ein Oberteil, zwei Hosen und ein Oberteil für Johnathan und ein Kleid für ihre Patentochter.

Als wir wieder im Auto sitzen und los fahren fällt uns ein, dass wir ja noch in ein Schreibwarengeschäft wollten. Also parkt Katrin wieder ein und wir gehen nochmal los. Katrin kauft einen Kalender für Made und ich ein Notizheft für die tollen Rezepte. Aber danach kann es los gehen. Wir müssen noch Diesel kaufen und Gas. An der Tankstelle holen wir Diesel für den Traktor. Als wir im Kreisverkehr sind, fährt Katrin nach Hause. Wir sind so im Gespräch, dass uns nicht auffällt, dass wir das Gas vergessen haben. Also drehe wir rum und holen Gas, jetzt kann auch wieder gekocht werden.

Auf dem Hof, machen wir essen für alle, die bisher Kartoffeln aufgelesen haben. Ich backe noch Choclad bullar, die es am Abend gibt. Zum Mittag gibt es Salat und Brot.

Nach dem Essen ziehen wir uns um und gehen alle aufs Feld und ernten Kartoffeln. Ist irgendwie lustig, aber anstrengend. Wir reden über eine Menge Themen dabei.

18 Uhr. Jetzt gehe ich erstmal duschen. Ich habe überall Erde. Zum Abendessen gibt es Kartoffeln und Maiskolben. Ich esse sie richtig gerne! Die schmecken so gut. Heute Abend wollen wir Plastic Planet gucken. Dazu gibt es Choclad bullar und Holundersaft. Ein besonderer Abend. Der Film ist richtig interessant und erbringt ziemlich viele erschreckende Ergebnisse zu Tage.

23 Uhr. Ich bin tot müde von dem Tag und falle ins Bett.

So und jetzt gehe ich mich fertig machen. Es stehen viele interessante Punkte auf der Tagesordnung, lasst euch überraschen.

Freitag, 20. September 2013

Ach was ist das für ein herrlicher Tag! Heute morgen wurde ich wieder von der Sonne geweckt, auch wenn es eisig kalt war.

Als wir zum Auto gehen, sehe ich, dass im Anhänger schon Holz ist. Bo war schon beim Holzhändler. Er ist ganz schön fleißig am frühen morgen.

Die Behinderten, die auf dem Hof arbeiten, sind alle so nett und lieb! Einer versucht immer mit mir zu reden, aber ich verstehe ihn nicht und er mich nicht. Und dann muss Bo immer übersetzten und er freut sich wie ein kleines Kind. Es macht Freude, zu sehen wie glücklich sie bei ihrer Arbeit sind und wie lieb sich um sie gekümmert wird. Er kommt zum Mittag und erzählt, dass es Kebappizza gibt und fragt ob wir hunger haben. Wir gehen alle gemeinsam zum essen. Es ist echt super lecker! Und der Junge sitzt mir gegenüber und grinst immer wieder freundlich. Als Bo sich was zu trinken nimmt und die Karaffe weg gestellt hat, nimmt er sich die Karaffe und schüttet mir auch noch ein Glas ein. Als ich mich auf schwedisch Bedanke, freut er nicht so sehr darüber.

Der Tag ist so schön, dass wir sogar im T-Shirt arbeiten können. Es ist richtig herrlich und macht das Arbeiten macht umso mehr Spaß. Wir schaffen richtig viel! Das Grundgerüst für den Vorbau steht und der Rauspund als Unterlage für das Dachblech und die Decke liegt auch schon! Am Ende dieses Tages bedankt Thomas sich für den Tag und die Woche. Das ist hier üblich, die Leute bedanken sich viel öfter und sind sehr freundlich. Hier bedankt man sich auch immer bei dem, der gekocht hat.

Und heute sind ganz viele Marienkäfer unterwegs, seit dem ich eine süße SMS von meiner lieben Omi bekommen habe. Das war bestimmt ein Zeichen.

Als wir auf dem Hof ankommen kommt Katrin uns schon entgegen. Die kleinen Hunde wurden in den falschen Raum gesperrt und haben 8 Liter Leinöl ausgekippt. Der Boden ist hinüber. Auf dem Beton können keine Fliesen mehr verlegt werden und das Schlimme ist, das sich darunter eine Fußbodenheizung befindet. Hoffentlich haben die Hunde nicht irgendwelche Nachwirkungen. Im ganzen Vorraum riecht es danach. Richtig ekelig. Eigentlich müsste jeder Wissen wo die Hunde ihren Platz haben. Der Schaden beläuft sich auf mehrere 1000 Kronen.

Und als ich mit Alex telefoniert habe, kann ich das Rätsel endlich lösen. Ich hatte ihn gebeten, dass zu bestellen, wenn er mal Zeit hat, was aber nicht unbedingt nötig ist.

Tipp 3 war: Es ist ein Ersatzteil.

Und da konnte ich es lösen: Ein Teil für meine Rührmaschine, was kaputt gegangen ist. Eigentlich hasst er diese Maschine und hält sie für überflüssig und trotzdem hat er es bestellt. Er ist so süß und ich freue mich total darüber. Jetzt bin ich mal gespannt, was sich in dem Päckchen befindet, was er geschickt hat. Hoffentlich kommt es bald an.

Heute Abend gibt es mal endlich keine Kartoffeln. Selina hat gekocht und deshalb gibt es Reis. Den sie streikt mittlerweile und isst abends nie. Zu dem Reis gibt es eine Zucchinipfanne. Der Reis ist richtig lecker, da er so pappig ist und wow so lecker.

Wir Mädels machen uns einen schönen Abend vor dem Kamin. Schade, dass sie bald fahren.

Gute Nacht.